Das Museum

Der Kapitelsaal und der Kreuzgang

Der Kapitelsaal und der anliegende Kreuzgang gehören zu den ältesten Gebäuden im Burgareal. Der Saal diente früher als die Kommende (Niederlassung) für die Johanniter (dem Orden wurde der Saal von dem Burggründer Bayer I. (Bavor I.) im Jahre 1243 geschenkt). Ursprünglich diente der Saal als Bethaus, später, nach dem Kirchenbau, auch als ein Spital. Zur Zeit wird er vom Museum variabel für Veranstaltungen von Konzerten, Ausstellungen und anderen Kulturveranstaltungen benutzt.

Aus der architektonischen Sicht sieht man hier die Elemente des spätromantischen Stiles, und zwar beim Rundfenster oben beim Eintritt in den Saal, beim ursprünglichen Deckengewölbe oder beim Eintrittsportal in den Kreuzgang. Weiterhin sieht man auch gotische Teile bei der Fenstern und Barockelemente dank der Rekonstruktion in dieser Epoche. Leider sind in Folge von Reparaturen Teile der wertvollen Wandmalereien, womit der Saal und der Kreuzgang verziert sind, stark beschädigt oder ganz verloren gegangen. Die Wandmalereien stellen das Leben von Jesus Christi von seiner Predigt bis der Auferstehung dar. Zwei älteste Wandmalereien stammen aus der 1. Hälfte 14. Jh. (die erste Phase vor dem Jahr 1320, die 2. Phase 1320-1330/1340). Die jüngste gotische Phase der Wandmalerei stammt aus dem Jahr 1480.

Der Kreuzgang mit dem Abthof wurde im 13. Jh. von den Malteserrittern im Bezug auf den Kapitelsaal gebaut und diente zur persönlichen Beschaulichkeit der Ordensmitglieder – also ein Raum, wohin niemand anderes eintreten konnte. Die architektonische Lösung ist wieder gotisch, wie das ursprüngliche Rippengewölbe auf der Kreuzgangdecke zeigt.